Ostern in der Kunstgeschichte

Ostern in der Kunstgeschichte

An Ostern werden nicht nur Geschenke verteilt und Ostereier gesucht - nein, das Fest dient auch dem Gedenken an den Kernpunkt der christlichen Religionsgeschichte: Jesus Christus opferte sich für die Menschheit.

Dieses zentrale Ereignis beschäftigte über Epochen und Zeitalter auch die verschiedensten Kunstschaffenden, denn in der Kunstgeschichte ist das Aufgreifen christlicher Motive in Gemälden immer wieder Mode gewesen. Jedes künstlerische Schaffen, das sich mit christlichen Inhalten auseinander setzte, wird in der Kunstgeschichte übrigens unter dem Begriff Ars sacra zusammengefasst. Die Bezeichnung entstammt dem lateinischen und bedeutet in etwa ‚heilige Kunst’.

Klassische christliche Motive der Kunstgeschichte  

Seit dem dritten Jahrhundert bildet unter anderem das Marienbild eines der häufigsten Motive christlicher Kunst. In den vielen Malereien, Wandtafeln oder Kupferstichen wurde Maria oftmals allein oder mit ihrem Kind Jesus auf dem Arm gezeigt. 

In der deutschen Kunstgeschichte zählt die sehr klassische Darstellung „Madonna im Rosenhag“ des Künstlers Stefan Lochner aus dem Jahr 1450 zur Ars sacra. Mit Madonna ist Maria als Jungfrau oder Gottesmutter gemeint

Madonna im Rosenhag - Stefan Lochner Maria wird in diesem Gemälde als zentrale Figur vor einer Bank sitzend, ihr Kind Jesus auf dem Schoß, und in einem langen azurblauen Mantel gehüllt gezeigt. Sie wird von einer Schar aus Engeln umringt und hinter ihr ist der Hintergrund in Gold gestaltet, das optisch hervortritt und das ganze Gemälde strahlen lässt. 

Auf dem zweiten Platz der Lieblingsmotive der christlichen Kunst ist übrigens die Kreuzigung Jesu. Das macht deutlich, wie wesentlich die Ostergeschichte als Motiv für die Malerei gewesen ist. 

Symbole der Malerei, die auf das Osterfest verweisen 

Das Kreuz ist in einer Symbolik in der Kunst sehr vielfältig. Als klassisches Sinnbild für die Passion Christi steht es weniger für das Leiden Jesu, als für die Überwindung des Todes und als Zeichen des Triumphes und des unendlichen Lebens. Vor seiner christlichen Belegung war das Kreuz jedoch eher als ein Symbol der Himmelsrichtungen oder als Zeichen der Synthese bekannt.

Arranging Daffodils (1894) - Carl Thomsen

Welches Symbol in der Malerei unweigerlich als Ostersymbol  gilt, sind gelbe Narzissen - auch Osterglocken oder Märzenbecher genannt. Die Frühblüher sind oftmals als Hinweis für die Auferstehung Jesu verwendet worden.

Unser Beispiel „Arranging daffodils“ von Carl Thomsen aus dem Jahr 1894 zeigt ein Mädchen, das gelbe Narzissen in einer Vase arrangiert. In einem dunklen Raum stellt das in ein spitzenbesetztes Kleid gehüllte Mädchen die Blüten in eine antik anmutende Vase. Vielleicht gedenkt die verträumt wirkende Person ja auch den Geschehnissen des Osterfestes.

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Bildquellen:
 "Madonna im Rosenhag" Stefan Lochner, Public domain, via Wikimedia Commons

„Arranging daffodils“ Carl Thomsen, Public domain, via Wikimedia Commons
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